Pressemitteilung

27.06.2014

EEG: Zukunft der Wasserkraft ungewiss


Das heute vom Bundestag beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bringt für die Wasserkraft eine ungewisse Zukunft. „Das EEG bringt nicht den notwendigen Schub für die Wasserkraft. Die eigentlich notwendigen Verbesserungen fehlen leider völlig.“ erklärt Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW).  Ausschreibungen ab 2017, die verpflichtende Direktvermarktung ab 2016 sowie zu geringe Vergütungen im Vergleich zu den hohen ökologischen Anforderungen reduzierten die Investitionssicherheit für die Wasserkraftbranche. Die Verschlechterungen des Regierungsentwurfes seien dank der Abgeordneten wieder entfernt worden.  „Zur Versorgungssicherheit, Systemstabilität und Klimaschutz könnte die Wasserkraft mehr leisten, wenn man sie ließe“, so Lang weiter.

Die hohen ökologischen Anforderungen gefährden den wirtschaftlichen Betrieb der Bestandsanlagen. Ein geldwerter Ausgleich für die ökologischen Leistungen der Wasserkraft innerhalb des EEG war nicht möglich. „Deshalb ist es sachgerecht, dass die Bundesregierung ein bundesweites ausreichend ausgestattetes mehrjähriges Förderprogramm „Wasserkraft 2025“ auflegt“, erläutert Lang. Damit wäre es möglich in den nächsten 10 Jahren, den größten Teil der Wasserkraftanlagen ökologisch zu modernisieren und gleichzeitig die heimische und verlässliche Stromproduktion aus Wasserkraft zu erhalten.

 

Als Dachverband der Wasserkraft-Branche in Deutschland bündelt der BDW die Interessen von neun Landesverbänden mit über 1.900 Einzelmitgliedern. Unser Ziel: der ökologisch verträgliche Ausbau der Wasserkraft.

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