Pressemitteilung

14.11.2017

Klimaschutz und Netzstabilität – Wasserkraft ist zuverlässiger Koalitionspartner


Da Flüsse und Bäche sehr stetig fließen, kann die Stromerzeugung aus Wasserkraft sehr gut im Voraus geplant werden. „Die Netzbetreiber können den Strom aus den Wasserkraftwerken dazu nutzen, die fluktuierenden Strommengen aus Wind- und Solarenergie zu regeln, in die Netze einzubinden und den Kunden zur Verfügung zu stellen,“ erläuterte Fritz Schweiger, 1. Vorsitzender der Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern e.V. (VWB).
Wasserkraft stabilisiert die Stromnetze
„Wegen ihrer Nähe zu den Stromverbrauchern reduzieren die über 7.000 Wasserkraftwerke in Deutschland, von denen viele heute in Bayern noch Mühlen und Sägewerke antreiben, die Netzverluste erheblich. Sie erzeugen den Strom konstant, meistens dort, wo er gebraucht wird. Wasserkraftstrom muss daher nicht über lange Distanzen über die stark belasteten Netze transportiert werden,“ sagte Schweiger.
Regenerative Energien stehen in Deutschland unterschiedlich stark zur Verfügung. Die Wasserkraft ist heute in Bayern die stärkste regenerative Energiequelle. Hinter ihr rangieren Photovoltaik, Biomasse und Wind. Damit die positiven Fähigkeiten der Wasserkraft zukünftig genutzt werden können, müssen die bestehenden Wasserkraftwerke erhalten bleiben und, wo möglich, neue Kraftwerke zugebaut werden.

Die derzeitigen ökologischen Auflagen untergraben die Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Daher empfiehlt der BDW der zukünftigen Bundesregierung, die Finanzierungsgrundlage für die Wasserkraft zu verbessern. „Am einfachsten ließe sich die Situation für die Wasserkraft über eine neue Vergütungsklasse für Anlagen mit weniger als 150 kW-Leistung realisieren“, so Lang. Aber auch die Auflage eines „Bundesförderprogramm Gewässerökologie 2030“ zur ökologischen Einbindung der Wasserkraft würde helfen. „Bei den Genehmigungsverfahren muss zudem das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet werden“, ergänzte Schweiger. Dazu gehörten längere Umsetzungsfristen, angepasste Anforderungen bei Rest- wasser und Durchgängigkeit sowie straffere und kürzere Genehmigungsverfahren.
Die Wasserkraftbetreiber haben aber nicht nur Forderungen an die Politik, sondern forschen aktuell auch an Lösungsansätzen zur Optimierung der Stromnetzstabilität. So wird am Institut für Elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal unter der Leitung von Prof. Dr. Zdrallek derzeit im Auftrag des BDW eine Studie zum netztechnischen Beitrag von Kleinwasserkraftwerken zu einer sicheren und kostengünstigen Stromversorgung erarbeitet. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2018 geplant.

 

Als Dachverband der Wasserkraft-Branche in Deutschland bündelt der BDW die Interessen von neun Landesverbänden mit über 1.900 Einzelmitgliedern. Unser Ziel: der ökologisch verträgliche Ausbau der Wasserkraft.

Kontakt

Harald Uphoff, Geschäftsstellenleiter, Tel. (030) 275 825 05, Fax: (030) 27879432

 Link zur PDF: www.wasserkraft-deutschland.de/fileadmin/PDF/20171114_BDW_VWB-Pressemitteilung_Wasserkraft_Klimaschutz_und_Netzstabilitaet.pdf


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