Pressemitteilung

27.11.2013

Koalitionsvertrag: Das langsame Sterben der Wasserkraft geht weiter


Der heute von den zukünftigen Koalitionspartner CDU, CSU und SPD vereinbarte Koalitionsvertrag wird die schwierige Situation der Wasserkraft nicht verbessern. „Das langsame Sterben der kleineren Wasserkraftwerke wird mit diesen Beschlüssen weitergehen“, erklärt Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke (BDW). „Das wirtschaftliche und ökologisch verträgliche Potenzial der Wasserkraft kann so nicht gehoben werden“ so Lang weiter.

Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass die gesetzlichen Regelungen zur Wasserkraft weitergeführt sollen. Lang: „Für uns bedeutet dieser Passus, dass in der anstehenden EEG-Novelle, eine Regelung gefunden werden muss, die die Umsetzung von ökologischen Maßnahmen und der wirtschaftliche Betrieb von Wasserkraftwerken ermöglicht. Eine einfache Fortschreibung ist nicht ausreichend.“ Seit der letzten EEG-Novelle sind die ökologischen Anforderungen an den Betrieb von Wasserkraftanlagen stetig gestiegen. Gerade bei kleineren Wasserkraftwerken führt diese Entwicklung mittlerweile zur Unwirtschaftlichkeit. Die hohen Investitionskosten in diesem Anlagensegment übersteigen die Einnahmen durch die höhere Einspeisevergütung.

Betroffen ist die Wasserkraft darüber hinaus potenziell von der Belastung des Eigenverbrauchs, der fortgeführten Degression der Vergütungssätze und der Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung.  „Alle diese Maßnahmen können den Bestand und den Ausbau der dezentralen Wasserkraft untergraben. Gerade Wasserkraft mit ihrer verlässlichen Stromproduktion kann aber das Netz auf regionaler Ebene stützen. Diese Option sollte auch Zukunft erhalten, genutzt und ausgebaut werden“, erläutert Lang.

 

Als Dachverband der Wasserkraft-Branche in Deutschland bündelt der BDW die Interessen von neun Landesverbänden mit über 1.900 Einzelmitgliedern. Unser Ziel: der ökologisch verträgliche Ausbau der Wasserkraft.

Kontakt

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