Pressemitteilung

26.02.2014

Wasserkraft innovativ - Expertenkommission liegt falsch


Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Innovationen in der Wasserkraftnutzung angereizt worden. Seit Jahren sind die Vergütungen für Strom aus Wasserkraftanlagen faktisch unverändert. Gleichzeitig haben sich die ökologischen Anforderungen erheblich erhöht, überdies hat es keinen Inflationsausgleich gegeben. „Ohne die Innovationskraft der Unternehmen und Betreiber wäre die Wasserkraftnutzung unter diesen Voraussetzungen in Deutschland kaum noch möglich“ kritisiert Hans-Peter Lang, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke, die Forderungen der Expertenkommission Forschung und Innovation.

Langsamlaufende fischschonende Turbinen, überströmbare Kraftwerke, intelligente Steuerungstechnik, neue Fischauf- und –abstiegstechnologien und strömungsoptimierte Fischschutzrechen sind nur einige der Innovationen der letzten Jahre. Zukünftig kann die Wasserkraft verlässlich erneuerbare Energie beisteuern, wenn wenig Wind- und Sonnenstrom eingespeist werden. Außerdem können Wasserkraftanlagen Regelenergie bereitstellen und so einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität leisten.

„Voraussetzung für einen Systembeitrag der Wasserkraft ist aber, dass es einen weiteren Zubau gibt und vor allem, dass die bestehenden Anlagen erhalten bleiben“, erläutert Lang. Ohne einen geldwerten Ausgleich für die genannten ökologischen Anforderungen komme es in den nächsten Jahren zu einem schleichenden Sterben der Wasserkraft.

„Anstatt unsinnige Forderungen zu aufzustellen, sollte die Expertenkommission lieber Vorschläge machen, wie die Wasserkraft als Ganzes und ihre Innovationsfähigkeit erhalten werden kann“, so Lang weiter.

 

Als Dachverband der Wasserkraft-Branche in Deutschland bündelt der BDW die Interessen von neun Landesverbänden mit über 1.900 Einzelmitgliedern. Unser Ziel: der ökologisch verträgliche Ausbau der Wasserkraft.

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